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Jahresbericht des Präsidenten zur Saison 2001/02

In meinem Jahresbericht möchte ich, wie üblich, die vergangene Saison rückblickend betrachten und dabei allen danken, die sich für unseren Club eingesetzt haben. Dabei möchte ich zuerst meinen Vorstandsmitgliedern danken, die in 3 Sitzungen die Geschäfte des Clubs tadellos über die Bühne gebracht haben. Die Tatsache , dass nur 3 Sitzungen nötig waren hat zwei Gründe. Einserseits haben wir wieder viele Aufgaben und Probleme kurzerhand per E-Mail gelöst. Andererseits haben wir uns bewusst weniger Arbeit aufgeladen. Das reduzierte Jahresprogramm der vergangenen Saison hat wesentlich dazu beigetragen, den Clubbetrieb mit einem vernünftigen Aufwand aufrecht zu halten. Ich denke, wir hatten immer noch ein attraktives Programm mit Niggi Näggi Turnier, Doppelturnier, Schülermeisterschaft und Ferienspass. Dagegen haben wir uns nicht mehr abgemüht mit der Clubmeisterschaft, der Wanderung und dem Ski-Weekend. Diese Veranstaltungen hatten uns in den vergangenen Jahren nur viel Arbeit, aber keine Früchte eingetragen.
An dieser Stelle möchte ich den Organisatoren der duchgeführten Veranstaltungen herzlich danken: Frank Stuhr fürs Doppelturnier, Huy und Sandra fürs Niggi Näggi Turnier, Stefan Dalcher für den Ferienspass sowie Nicolas Wüthrich und seinen Helfern für die Schülermeisterschaft. All diese Veranstaltungen waren ein voller Erfolg mit hoher Beteiligung.
An diesen Veranstaltungen hatte ich auch das Gefühl, der TTC Rheinfelden habe eine Zukunft. Wenn ich jedoch die Mitgliederliste betrachte und die Angänge von Aktivmitgliedern in den letzten Jahren analysiere, stelle ich fest, dass wir ein grosses Problem haben und die Zukunft unseres Clubs nicht so rosig aussieht. Man braucht zwar nicht unbedingt eine Statistik, um festzustellen, das wir immer weniger Mitglieder haben, aber es hilft doch das Problem zu fassen. In anderen Worten: wir haben ganz einfach zu wenig Aktivmitglieder. Und es werden immer weniger!
Die Konsequenzen dieser geringen Mitgliederzahlen erleben wir, wenn wir ins Training gehen. Während man vor 10-15 Jahren um einen freien Tisch kämpfen musste, muss man heute darum besorgt sein, überhaupt einen Trainingspartner zu finden. Dies schlägt auf die Motivation und führt dazu, dass die wenigen, die noch trainieren wollen, nun auch lieber zu Hause bleiben oder eine andere Sportart ausüben. Wenn wir diese gefährliche Entwicklung aufhalten wollen, brauchen wir motivierte Mitglieder mit viel Enthusiasmus und Ehrgeiz. Und wir brauchen auch neue Mitglieder.
Doch wie wecken wir das Interesse für unseren Sport, für unseren Club. An unserem Angebot und an der Vereinsführung liegts sicher nicht. Vielleicht könnten wir etwas mehr Oeffentlichkeitsarbeit und Werbung betreiben. Nur stellt sich auch hier wieder die Frage, wer diese Aufgabe übernehmen will. Dazu kommt, dass das öffentliche Interesse für Sportvereine in diesen Jahren sehr klein ist. Wie sonst kann man erklären, dass wir zwar 30 Kinder am Schülerturnier und nochmals soviel am Ferienspass hatten, aber keines davon die Aufnahme in unseren Club sucht?
Ich hoffe sehr, dass das öffentliche Desinteresse nur eine Zeiterscheinung ist und dass das Interesse an unserem Verein eines Tages wieder steigt. Bis dahin hilft vielleichts wenn wir uns alle um Neumitglieder bemühen und Mund-zu-Mund-Propaganda für unseren Club betreiben. Deshalb der Aufruf an alle: kommt möglichst alle am Dienstag ins Training und schleppt alle Kolleginnen und Kollegen, die einen TT-Schläger halten können, einmal an einem Dienstag ins Lokal.
Zum Schluss möchte ich sagen, dass es mich schmerzt, mitansehen zu müssen, wie es dem TTC Rheinfelden von Jahr zu Jahr schlechter geht. Es schmerzt, weil mir dieser Club nach vielen Jahren Mitgliedschaft ans Herz gewachsen ist. Ich hoffe es geht euch gleich. Und ich hoffe, ihr helft mit unseren Club wieder in Schwung zu bringen.

Rheinfelden, 3. Mai 2002
der Präsident,
Christian Zaugg

 

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